Kleine Roboter in kleinen Fabriken?
Wenn man an automatisierte Fabriken denkt, dann tauchen in jedem Fall Roboter und allerlei andere Maschinen vor dem geistigen Auge auf, die wiederkehrende Tätigkeiten unermüdlich ausführen. Dabei haben die Ingenieure schon ein hohes Maß an Präzision erreicht. Bei der Produktion von ganz kleinen Dingen tut man sich allerdings noch schwer. In Gestalt von Schwärmen winziger Roboter könnte aber auch hierfür in nicht allzu ferner Zukunft eine Lösung bereitstehen. Natürlich werden sich diese „Microbots“ selbst organisieren, etwa wie Ameisen es tun.

Build Me Up, Microbot
Das Forschungsinstitut SRI International – web.archive.org arbeitet daran, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Das Ganze ist Teil des „DARPA Open Manufacturing Programs“. Die Microbots werden durch Magnetfelder gesteuert und angetrieben von einer Technologie, die „Diamagnetic Micro Manipulation“ genannt wird. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 35 cm/s bewegen sich die winzigen Roboter hochgenau – schiefe bis senkrechte und gekrümmte Flächen sind kein Problem. Die Roboter können dabei größere Strukturen aus verschiedenen Materialien aufbauen. Hierfür wird ein Kleber benutzt, der später im UV-Licht aushärtet. Die Roboter sind überdies recht kostengünstig herzustellen.
Hier siehst du die Microbots bei der “Arbeit”:
Natürlich können wir hier strenggenommen nicht von Mikro-Robotern sprechen, es handelt sich eher um magnetische Mikro-Aktuatoren. Aber die Idee einer Armee gemeinsam agierender Mikro-Maschinen, die alle möglichen Dinge herstellen, dürfte nicht nur bei Technik-Freaks Begeisterung auslösen.
Schlagwörter: Microbot